Ehrenamtliche Betreuung

Ich habe einen unglaublichen Respekt vor Menschen, die sich für eine berufliche Tätigkeit in der Pflegebranche entscheiden. Pflegekräfte werden schließlich sowohl mental als auch physisch unglaublich beansprucht. Da muss man neben medizinischen Fachkenntnissen auch eine große Portion Einfühlungsvermögen für die Patienten und ihre Angehörigen mitbringen und darf die Schicksale andererseits aber auch nicht zu nah an sich ran lassen. Das würde mir verdammt schwer fallen, da ich dazu neige, mir vieles zu sehr Herzen zu nehmen. Dazu kommt der ständige Zeitdruck unter dem Pflegepersonal oft steht.

Eine Freundin, die als private Pflegekraft arbeitet, hat mir aber erzählt, dass es auch anders gehen kann. Natürlich müssen auch für private Pflegekräfte gewisse Normen gesetzt werden, aber es gibt immer einer gewissen Spielraum auch für die soziale Betreuung darüber hinaus. Einen Verband zu wechseln dauert nur ein paar Minuten, aber wenn ihr Patient dann vielleicht noch Gesprächsbedarf hat, ist immer noch Zeit für eine Tasse Kaffee oder Tee. Das ist in deren Arbeitszeiten einkalkuliert mit ca. 10 bis 15 min pro Patient. Wenn dann beispielsweise einer von vieren tatsächlich noch zusätzliche Zuwendung benötigt, macht es auch nichts, wenn es dann bei dem länger dauert.

Natürlich müssen die Termine eingehalten werden, aber da gibt es auch einen zeitlichen Puffer, so dass sie auch mal eine viertel Stunde später aufschlagen kann. Dann hat sie mir auch noch berichtet, dass man sich ehrenamtlich in der Pflege engagieren kann, in dem man so eine Art Patenschaft übernimmt und soziale Betreuung leistet, etwa Einkäufe erledigen, beim Spaziergang begleiten oder vorlesen. So etwas könnte ich mir für mich nun wiederum vorstellen, da ich ein recht hilfsbereiter Mensch bin und mich gern um andere kümmere.

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